• Die ersten sächsischen OER Tage (15.01.-18.01) – Tag 3 + 4 – Webinarvielfalt

    Nach den ersten zwei Tagen ganz in Präsenz in den Räumen der SLUB, verlagerten wir uns für die letzten beiden Tage der ersten sächsischen OER Tage nun in den virtuellen Raum. Über Adobe Connect stellten uns in 5 verschiedenen Webinaren OER Experten aus vorderster Front ihre Best Practice Beispiele vor. Die Vorstellung der Projekte erfolgte sortiert nach Fachrichtungen, so dass die Teilnehmer für jedes für sie interessante Fachgebiet im besten Falle gleich mehrere Beispiele zum Einsatz von OER in der Lehre finden konnten.

    Tag 1 Webinare

    Den Auftakt machte das Webinar „OER in den Naturwissenschaften“. Holger Wuschke stellte den mathematischen Part des EDUdigitaLE Projektes der Uni Leipzig vor. EDUdigitale stellt die in Seminaren von Studierenden erstellten fachdidaktischen Konzepte als OER online und baut so auf eine Verzahnung von Lehrenden in Ausbildung mit Lehrenden die bereits fest im Berufsleben stehen.

    Vom Netzwerk Mathematik/Physik Sachsen stellte Yvonne Winkelmann unter anderem den gemeinsamen Aufgabenpool Mathematik vor und stellte die Bedeutung von Vernetzung und Kooperation heraus.

    Prof. Verena Pietzner von der Universität Oldenburg hat mit ihrem Projekt uns gleich eine kleine Pausenspielerei geliefert. Über die ChiLE Plattform konnten wir uns nicht nur Lerneinheiten und Übungsaufgaben für den Chemieunterricht ansehen, sondern auch tolle interaktive 3D Modelle chemischer Elemente testen. Chemie interaktiv Lernen, das Motto der Plattform, wird hier ganz groß geschrieben.

    Ein bisschen später am Nachmittag stelle Daniela Dobeleit bei “OER im SLUB Makerspace” von der SLUB Dresden den SLUB Makerspace vor und die Möglichkeiten diesen für und mit OER zu nutzen.

    Die Grippewelle machte auch vor unseren Webinaren nicht halt, so dass Ralf Klötzke sich im Webinar „OER und Sprachen“ als tapferer Einzelkämpfer bewährte. Das ZUM Willkommen Wiki, ein Mitglied der ZUM Wiki Familie, und Ralf Klötzkes Erfahrungsschatz boten jedoch so viel Interessantes, dass die 45min des Webinars wie im Fluge vergingen. Von der Vorstellung des offenen Portals für den Deutschunterricht mit Flüchtenden, über die Diskussion der Qualitätssicherung bei OER, bis hin zum Apell für einen gesunden Pragmatismus bei der Veröffentlichung von Inhalten war die Diskussion rund und bunt und bildetet einen schönen Abschluss für Tag 1 der Webinare.

    Tag 2 Webinare

    Auch der zweite Tag war von Grippeausfällen gezeichnet, und sogar Sturmtief Friederike hatte Auswirkungen auf unsere Webinarplanung.

    Das Webinar „OER in den Ingenieurswissenschaften“, ebenfalls durch Krankheit auf ein Einzelprojekt dezimiert, drehte sich um den OER Youtube Kanal der Fakultät für Bauingenieurswesen  der RWTH Aachen. Auch hier hatten wir mit den Präsentierenden wieder großes Glück. Prof. Heribert Nacken und Tamara Mansaray stellten ihr Projekt vor und beantworteten anschließend mit viel Kompetenz und Humor aufkommenden Fragen zur technischen, organisatorischen und inhaltlichen Umsetzung. Auch in dieser anregenden Diskussion wurde wieder an den gesunden Pragmatismus bei der Erstellung von OER appeliert.

    Das letzte Webinar, sozusagen der krönende Abschluss der ersten sächsischen OER Tage ;-), „OER in den Geisteswissenschaften“ startete nun wieder vollbesetzt. Holger Wuschke, der uns schon  im Webinar „OER in den Naturwissenschaften“ den mathematischen Part von EDUdigitaLE vorstellte, war diesmal die Vertretung für seine sturmbedingt verhinderte Kollegin und präsentierte uns den Part der Geschichtsdidaktik. Auch hier wird wieder großen Wert auf die Vernetzung von Lernenden in der Ausbildung und Lernenden im Berufsleben gelegt. Eine Besonderheit der Geschichtsdidaktik ist der zusätzliche Einbezug von Zeitzeugen.

    Christoph Pallaske stellt seine Plattform segu für den offenen Geschichtsunterricht vor. In kleinen Modulen und Lerneinheiten können Schüler*innen hier selbständig arbeiten. Lehrende legen vorher die zu bearbeitenden Einheiten fest. Alle Fortschritte können auf der Lernplattform dokumentiert werden.

    Die religionspädagogische Plattform RPI virtuell wurde uns von Jörg Lohrer vom Comenius Institut vorgestellt. Auf der Plattform können interessierte Religionspädagog*innen  entweder stöbern und die Vielfalt der verlinkten und aufbereiteten Inhalte ergründen oder auf extra gestaltete Themenseiten in bestimmte Gebiete einsteigen.

    Wir danken allen Beitragenden dafür, ihre Projekte für uns und die Webinarteilnehmer präsentiert zu haben! Die Vielfalt der Angebote, das Herzblut bei der Aufbereitung und Bereitstellung und die Motivation die jede/r Einzelne in die Arbeit mit OER einbringt hat uns völlig überwältigt! Wir freuen uns über die vielen neuen OER Kontakte und hoffen, dass der OER-Funke auch auf die Webinarteilnehmer vor den Bildschirmen zu Hause und im Büro überspringen konnte.

Eine Antwortbisher.

  1. Sonja Borski sagt:

    Vielen Dank für den Bericht! Werden auch Aufzeichnungen der Webinare hier bereit gestellt werden?

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