15. September 2021 – UnbekanntAllgemein

Universität & Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie blicken auf 10 Jahre Kooperation

2011 gründeten TU Bergakademie Freiberg und HZDR in Rossendorf das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. In gemeinsamen Projekten leisten sie seither durch Forschung und Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft.

„Ressourcenfragen sind Zukunftsfragen für das Industrieland Deutschland. Gerade als Hochtechnologie-Land müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, um eine langfristige und stabile Versorgung mit mineralischen und metallhaltigen Rohstoffen sicherzustellen und den Transformationsprozess hin zu einer umweltverträglichen, nachhaltigen Rohstoffwirtschaft zu begleiten. Mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) haben wir einen exzellenten Forschungspartner an unserer Seite, mit dem wir seit mittlerweile 10 Jahren eine Vielzahl interdisziplinärer Projekte im Ressourcenbereich vorantreiben. Zum heutigen Jubiläum gratulieren wir daher ganz herzlich und hoffen auf viele weitere Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit am Wissenschaftsstandort Freiberg“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht.

Exzellente Forschung regional, national und international

Die sehr gute Kooperation trug zur Weiterentwicklung von TU Bergakademie Freiberg und HIF in den vergangenen Jahren bei und half, neue Forschungsprojekte zum Aufbau einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu gewinnen. Das zeigt sich in gemeinsamen strategischen Erfolgen ebenso wie durch eine Vielzahl erfolgreicher Forschungskooperationen in drittmittelfinanzierten Verbundforschungsprojekten mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern, wie beispielsweise im gemeinsam gegründeten Kompetenzzentrum „EIT RawMaterials – Regional Center Freiberg“ oder im Innovationscluster rECOmine. Im Fokus der Kooperationen stehen dabei vor allem Untersuchungen heimischer und überregionaler Rohstoffpotenziale sowie die Entwicklung innovativer, marktfähiger Aufbereitungsstrategien, Umwelt- und Ressourcentechnologien.

Auch im heute neu eröffneten Metallurgie-Technikum arbeiten beide Einrichtungen künftig an hydro-, biohydro- und pyrometallurgischen Projekten zu Gewinnung und Recycling strategischer Metalle im Pilotmaßstab. Mit der FlexiPlant ist zudem eine zweite wichtige Infrastruktur in Planung. Das Konzept für die weltweit einzigartige Rohstoff-Recyclinganlage wurde vom HIF mit der TU Bergakademie Freiberg erarbeitet. Die Universität bringt sich im Projekt vor allem mit ihrer Expertise in der selektiven und effizienten mechanischen Aufbereitung und Sortierung komplexer Rohstoffströme ein. „Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für unsere exzellente Forschung zum Recycling von Wertmetallen“, so der Rektor.

Studierende, Doktoranden sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen profitieren von Synergieeffekten

Die umfassenden Kooperationen zwischen TU Bergakademie Freiberg und HIF lösen wertvolle Synergien aus, die der Lehre und somit der Ausbildung der Freiberger Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen zugutekommen. So beteiligt sich das HIF unter anderem am internationalen Masterstudiengang „Georesources Engineering” (EMERALD)“ mit,  betreut aktuell fast 40 Doktorandinnen und Doktoranden, die ihre Promotion an der TU Bergakademie Freiberg verteidigen werden, und vermittelt mit vier Gastdozenten Knowhow an Studierende weiter.

Sein 10-jähriges Jubiläum begeht das HIF mit einem Festakt am 9. September, 10 Uhr per Livestream.

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