Vom 19. bis zum 23. März fanden die 47th Intercollegiate International Mining Games (IMG) in Cornwall (Großbritannien) statt. Elf Studierende repräsentierten die TU Bergakademie Freiberg zum ersten Mal in diesem Wettbewerb. In dessen Zentrum stand der Erhalt alter bergmännischer Techniken. Dabei waren die Studierenden erfolgreich im Wettstreit mit 43 Teams von Bergbauuniversitäten aus aller Welt.
Der Wettkampf bestand aus den sieben Disziplinen Hand Steeling (Bohren mit Hammer und Meißel), Mucking (Fördern mit Hunt), Track Stand (Gleisbau), Swede Saw (Sägen), Gold Panning (Goldwaschen), Jackleg Drilling (Bohren mit Druckluftbohrhammer und Luftstütze) und Survey (Vermessung mit einfachem Theodolit). Die Disziplinen wurden meist als Team (fünf Personen) oder zu zweit bestritten.
Der Erste Tag des dreitägigen Wettkampfes war ganz dem Training gewidmet. Dabei konnten sich die zwei Teams, der jetzigen AG Mining Games, mit den neuen und regnerischen Bedingungen in England bekannt machen. Die Teilnehmer durften alle sieben Disziplinen und gestellten Werkzeuge unter Wettkampfbedingungen austesten. Mit dem zweiten Tag begann der Wettkampf der Frauen- und CoEd Teams. Diese traten in sechs Disziplinen gegeneinander an. Unser Team startete mit dem Hand-Steeling und endete mit dem Jackleg Drilling am Nachmittag. Die Männer maßen sich zur gleichen Zeit in der Vermessung der alten Schornsteine Englands. Der dritte und letzte Tag des Wettkampfs wurde für die Wettbewerbe der Männerteams genutzt. Diesmal vermaßen die Frauen- und CoEd-Teams zeitgleich die Umgebung des Trainingsgeländes.
In der Gesamtwertung behauptete sich das Männerteam gegen 16 starke Teams und erreichte den 11. Platz. Sie konnten vor allem in den Disziplinen Survey (4. Platz), Mucking (5. Platz) und Track Stand (5. Platz) gute Leistungen erbringen. Das Frauenteam erreichte im Wettstreit mit neun gegnerischen Teams den insgesamt 4. Platz. Sie konnten sich den zweiten Platz in der Disziplin Jackleg Drilling sichern und legten eine gute Leistung im Gold Panning (4. Platz) hin.
Neben dem Wettkampf erkundeten die Studierenden die Region Cornwall, die durch eine lange Geschichte des Kupfer- und Zinnbergbaus geprägt ist. Diese ist heute Teil des UNESCO-Welterbes. So besuchten sie u. a. die Geevor Tin Mine, die original erhaltene Dampfmaschine Levant Beam Engine und das Museum der King Edward Mine, auf deren Gelände auch der Wettkampf ausgetragen wurde.
Das gesamte Team bedankt sich herzlich bei allen Unterstützern und Sponsoren, die die Teilnahme am Wettkampf ermöglicht haben. Dazu zählen der Verein Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e. V., der RDB e. V. BV Bergakademie Freiberg, die Herrenknecht AG, die Redpath Deilmann GmbH, die K+S Aktiengesellschaft, die Schachtbau Nordhausen GmbH und die Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH. Besonderer Dank gilt der Firma TS Bau GmbH Jena und dem Bergbauverein „Hülfe des Herrn Alte Silberfundgrube“ e. V. sowie dem Besucherbergwerk „Wismut-Stolln“ in Biensdorf.
Aus der erfolgreichen Teilnahme am Wettkampf wurde durch die Studierenden die AG Mining Games gegründet, die dem Zweck des Trainierens der Disziplinen und einer regelmäßigen Teilnahme am Wettkampf dient. So möchten die Studierenden im März 2026 in Arizona (USA) erneut an den IMG teilnehmen.