„Klare Richtung für klare Ergebnisse“
Der PolarityPen ermöglicht als weltweit erstes handliches Messsystem die schnelle, zerstörungsfreie und eindeutige Bestimmung der polaren Orientierung von Kristalloberflächen – direkt vor Ort, ohne Labor oder Auswertung.
ZIELSTELLUNG
Der PolarityPen wurde entwickelt, um die Bestimmung der polaren Orientierung von Kristalloberflächen schnell, zuverlässig und direkt am Einsatzort zu ermöglichen.
Als handlicher Stift mit angeschlossener Steuerbox liefert er keine abstrakten Messwerte, sondern eine klare, sofort verständliche Anzeige, auf welcher Seite der polaren Kristallrichtung sich die gemessene Oberfläche befindet.
Damit eignet sich der PolarityPen besonders für Anwendungen in Forschung, Produktion und Qualitätskontrolle, bei denen es auf eine eindeutige, praxisnahe, zerstörungsfreie und sofort verfügbare Orientierungserkennung ankommt – ohne langwierige Analyse oder aufwändige Messprotokolle.
WER WIR SIND
Der PolarityPen ist das Ergebnis langjähriger Forschung und praxisnaher Entwicklung am Institut für Experimentelle Physik unter der Leitung von Prof. Dirk C. Meyer. Unsere Arbeitsgruppe widmet sich seit über 20 Jahren der Erforschung polaren Kristallen und insbesondere dem pyroelektrischen Effekt.
In dieser Zeit haben wir zahlreiche Projekte zu pyroelektrischen Materialien erfolgreich umgesetzt – von der Entwicklung neuer Messverfahren über die Synthese innovativer Materialien bis hin zu neuartigen Anwendungsstrategien. Aus dieser Arbeit sind nicht nur wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse entstanden, sondern auch Patente, umfangreiche Erfahrung im Bau von Demonstratoren und eine einzigartige Datenbank mit über 1500 Verbindungen.
Aus dieser Erfahrung heraus entstand nicht nur der PolarityPen selbst, sondern auch der Anspruch, neben großen, stationären Messapparaturen ein kompaktes, innovatives Messsystem zu schaffen, das polare Materialien effektiv und schnell in einem ersten Schritt charakterisieren kann – direkt am Einsatzort, ohne aufwändige Vorbereitung.

PYROELEKTRIZITÄT
Polare Kristalle besitzen aufgrund ihres atomaren Afbaus eine spontane Polarisation. Dadurch tragen die gegenüberliegenden Flächen elektrische Ladungen.
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Was ist der pyroelektrische Effekt
Der pyroelektrische Effekt beschreibt die Entstehung einer messbaren elektrischen Spannung in bestimmten Kristallen, wenn sich ihre Temperatur verändert. Ursache ist die Änderung der spontanen elektrischen Polarisation P⃗s – ein permanenter elektrischer Dipol im Kristall, der durch seine atomare Anordnung vorgegeben ist. Wird der Kristall erwärmt oder abgekühlt, verschieben sich die Positionen der Ionen geringfügig, wodurch sich die Polarisationsstärke entlang der sogenannten polaren Achse ändert. Diese Veränderung führt zu einer Oberflächenladungsdichte, die als Strom oder Spannung messbar ist.

Abbildung 1: Hochspannungsüberschläge an einem thermisch angeregten und metallisierten Lithiumtantalateinkristall dessen Oberflächen senkrecht zur polaren Achse in c-Richtung geschnitten wurden. Diese treten aufgrund der Feldüberhöhungen an Kanten und Spitzen, bevorzugt an mechanischen Defekten der Metallisiertung auf. An der Seite erkennt man die Lichtbögen der Überschläge von der +c- zur −c-Seite.
Der Zyklus dieser pyroelektrischen Anregung (siehe Abbildung 2) beginnt mit einem Kristall, der sich im thermodynamischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung befindet (1: T₀ = konstant). In diesem Zustand sind die gebundenen Polarisationsladungen (intrinsisch) durch freie Kompensationsladungen (extrinsisch) vollständig ausgeglichen. Eine Temperaturänderung, beispielsweise eine Erwärmung (2), reduziert die spontane Polarisation P⃗s infolge zunehmender thermischer Schwingungen und verschobener Dipolorientierungen. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Polarisations- und Kompensationsladungen, das zu einer Überkompensation führt. Auf der +c-Fläche des Kristalls bildet sich in diesem Fall ein negatives Oberflächenpotential aus. Unmittelbar nach seiner Entstehung strebt das System danach, dieses Potential wieder auszugleichen – dies geschieht durch einen Ladungstransfer zwischen der pyroelektrischen Oberfläche und der Umgebung. Wird der Kristall nach dem Erreichen eines neuen Gleichgewichts (3) nun abgekühlt, kehrt sich der Effekt um: Es bildet sich ein entgegengesetztes Depolarisationsfeld, sodass nun ein positives Potential auf der +c-Fläche messbar ist (4).

Abbildung 2: Schematisches Modell des thermischen Anregungszyklus eines pyroelektrischen Kristalls. Im thermodynamischen Gleichgewicht (T₀ = konst.) werden die intrinsischen Polarisationsladungen durch extrinsische Kompensationsladungen ausgeglichen (1 und 3). Wird ein Temperaturgradient angelegt (T₀ ± ∆T), entsteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Ladungen, das zu einem Oberflächenpotential führt (2 und 4).
Einflussparameter
- Kristallsymmetrie und Material – Pyroelektrizität tritt nur in Kristallen mit polaren Punktgruppen auf (keine Inversionssymmetrie).
- Temperaturänderung ΔT – Die erzeugte Ladung ist proportional zur Temperaturänderung.
- Pyroelektrischer Koeffizient – Materialkonstante, die angibt, wie stark sich die Polarisation pro Kelvin ändert.
- Kristallorientierung – Nur entlang der polaren Achsen tritt der Effekt auf.
Was wird gemessen und ausgewertet?
Gemessen wird in der Regel der stromförmige Ladungstransport oder die daraus resultierende Spannung beim Erwärmen oder Abkühlen. Die Vorzeichenrichtung des Signals zeigt, welche Seite der polaren Achse „positiv“ oder „negativ“ ist. Mit solchen Messungen lassen sich nicht nur die Orientierung, sondern auch Materialeigenschaften wie der pyroelektrische Koeffizient bestimmen – entscheidend für Anwendungen in Sensoren, Infrarotdetektoren oder der Materialcharakterisierung.
MATERIALIEN
Damit die spontane Polarisation in Kristallen existieren kann, benötigt es eine polare Richtung, welche geometrisch von ihrer Gegenrichtung verschieden ist. Die Voraussetzung hierfür ist, dass keine Symmetrieoperation des Kristalls diese Richtung auf die Gegenrichtung abbildet.
Eine polare Kristallklasse enthält mindestens eine polare Richtung, welche mit keiner anderen Richtung äquivalent ist. Nur Stoffe mit einer polaren Kristallklasse weisen ein permanentes Dipolmoment auf, das parallel zur polaren Richtung orientiert ist. Das Feld dieser Dipole äußert sich in einer permanenten elektrischen Polarisation.
Von den insgesamt 32 Kristall-Punktgruppen sind 11 zentrosymmetrisch. In diesen Gruppen unterscheiden sich parallele und antiparallele Richtungen nicht, sodass keine Polarität entstehen kann. Unter den verbleibenden 21 nicht-zentrosymmetrischen Punktgruppen weisen alle bis auf die Punktgruppe 432 eine polare Achse auf. In diesen 20 Punktgruppen ist – bei elektrisch nichtleitenden Materialien – Piezoelektrizität möglich. Von diesen 20 Punktgruppen wiederum sind nur 10 Punktgruppen in der Lage, eine spontane Polarisation auszubilden. Diese gelten daher als die pyroelektrischen Kristallklassen.
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| Kristallklasse / Richtung von Ps | Beispiele | Technische Relevanz |
|---|---|---|
| 1 (jede Richtung) |
Kaliumiodat (KIO₃), α-Bismuthferrit (α-BiFeO₃) | Fotochemie, Spintronik, Photovoltaik |
| 2 Parallel zur 2-zähligen Drehachse |
Triglycinsulfat (TGS), Kaliumnatriumtartrat (Seignettesalz) | IR-Sensorik, Akustik |
| m Parallel zur Spiegelebene |
Seltenerd-Calciumoxoborate RCa₂Ca₂O[BO₃]₃ (R = Y, La, Pr, Nd, Sm, Gd, Tb, Er, Tm) | Hochtemperatur-Sensorik |
| mm2 Parallel zur c-Achse |
Kaliumdihydrogenphosphat (KH₂PO₄), KNaNbO₃, PVDF & Co-Polymere | Optoelektronik, Elektronik, Sensorik, Aktuatoren |
| 4 Parallel zur c-Achse |
Wolfram(VI)-oxidtetrachlorid (WOCl₄) | Leuchtmittel, Katalysatoren |
| 4mm Parallel zur c-Achse |
Bariumtitanat (BaTiO₃), Blei-Zirkonat-Titanat (PZT) | Elektronik, Sensorik |
| 3 Parallel zur c-Achse |
Caesiumnitrat (CsNO₃), Rubidiumnitrat (RbNO₃) | Optoelektronik, Leuchtmittel |
| 3m Parallel zur c-Achse |
Lithiumniobat (LiNbO₃), Lithiumtantalat (LiTaO₃), PZT, Turmalin | Optoelektronik, IR-Sensorik, Wellenleiter |
| 6 Parallel zur c-Achse |
Siliziumnitrid (β-Si₃N₄), Lithiumiodat (LiIO₃) | Dünnschichttechnik, Sensorik, Optoelektronik |
| 6mm Parallel zur c-Achse |
Aluminiumnitrid (AlN), Galliumnitrid (GaN), Zinkoxid (ZnO), Siliciumcarbid (4H-, 6H-SiC) | Halbleiterelektronik, LEDs, Sensorik, Optoelektronik |

DATENGRUNDLAGE UND REFERENZEN
Pyroelektrische Materialien erzeugen bei Temperaturänderung einen Strom, der direkt mit dem pyroelektrischen Koeffizienten verknüpft ist. Mit dem SHARP-GARN-Verfahren erfassen wir diesen Zusammenhang präzise und reproduzierbar. Dabei wird die Probe sinusförmig temperiert, während ein hochempfindliches Elektrometer den Pyrostrom misst. Eine phasenempfindliche Auswertung trennt echte Pyrosignale von Störströmen. So lassen sich Materialeigenschaften eindeutig und vergleichbar bestimmen.
Unsere PyroMat-Datenbank ergänzt diese Messungen mit über 1.500 erfassten Stoffsystemen. Sie bildet die Grundlage für fundierte Analysen und neue Materialbewertungen.
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Unser etablierter SHARP-GARN-Aufbau
Pyroelektrische Materialien erzeugen einen kleinen Strom, sobald sich ihre Temperatur ändert. Dieser Strom ist direkt proportional zum pyroelektrischen Koeffizienten. Mit dem Sharp-Garn-Verfahren messen wir präzise, reproduzierbar und weitgehend störungsfrei.
Idee in 3 Sätzen:
- Wir lassen die Probentemperatur ganz leicht sinusförmig um 300 K schwanken.
- Ein hochauflösendes Elektrometer misst den winzigen Pyrostrom, den die Probe dabei erzeugt.
- Eine phasenempfindliche Auswertung trennt das echte Pyrosignal von Störströmen und liefert daraus den pyroelektrischen Koeffizienten.

Abbildung 4: Sharp-Garn-Messplatz zur Bestimmung des pyroelektrischen Koeffizienten für Temperaturen zwischen 0 °C und 170 °C.
Was wir messen
Der pyroelektrische Koeffizient p gibt an, wie stark sich die spontane Polarisation eines Materials pro Kelvin Temperaturänderung ändert. In der Praxis berechnen wir:
p = Ipyro · sin(φ) ∕ (A · ω · Tamp)
mit der Pyrostrom-Amplitude Ipyro, der Elektrodenfläche A, der Kreisfrequenz der Temperaturanregung ω, der Temperaturamplitude Tamp und dem Phasenversatz φ zwischen der Temperaturanregung und dem pyroelektrischen Stromsignal. Ein Versatz von 90° entspricht dabei einem rein pyroelektrischen Signal.
Warum die SHARP-GARN-Methode?
- Robust gegen Störströme (Leck, thermisch stimuliert) dank Phasen-Separation.
- Kein externes E-Feld notwendig.
- Reproduzierbar – definierte sinusförmige Anregung statt unkontrollierter Auf-/Abheizrampen.
- Materialunabhängig – funktioniert für organische und anorganische Pyroelektrika, Dünnschichten oder Einkristalle.
Datenbank
Aus unserer langjährigen Forschung ist die interne Datenbank PyroMat hervorgegangen. Sie umfasst mittlerweile mehr als 4.500 Einträge zu über 1.500 unterschiedlichen Stoffverbindungen, die systematisch aus der wissenschaftlichen Fachliteratur zusammengetragen wurden.
PyroMat dient uns als zentrale Referenz für bereits untersuchte pyroelektrische Materialien – unabhängig davon, ob es sich um dotierte oder undotierte Systeme handelt. Durch die kontinuierliche Pflege und Erweiterung dieser Datenbank stellen wir sicher, dass aktuelle Ergebnisse stets im Kontext der vorhandenen Literatur bewertet werden können.
Auf diese Weise unterstützt PyroMat nicht nur die Einordnung neuer Messergebnisse, sondern trägt auch maßgeblich zur Erhöhung der Messsicherheit und zur Nachvollziehbarkeit der gewonnenen Daten bei.
Unser Netzwerk
Seit vielen Jahren arbeiten wir mit einer Vielzahl an wissenschaftlichen und industriellen Partnern im Bereich der Kristallzüchtung sowie der Entwicklung und Anwendung multifunktionaler Materialien zusammen. Diese Kooperationen ermöglichen uns nicht nur den kontinuierlichen Austausch von Expertise, sondern auch die gemeinsame Bearbeitung anspruchsvoller Fragestellungen – von der Materialentwicklung bis hin zu innovativen Anwendungskonzepten.
Zu unseren langjährigen Partnern zählen unter anderem:
- Kurt-Schwabe-Institut (KSI) für Mess- und Sensortechnik Meinsberg
- Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) Berlin
- Nanoelectronic Materials Laboratory (NaMLab) Dresden
- Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
- Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM)
- All Silicon System Integration Center Dresden (ASSID)
- Fraunhofer Technologiezentrum Halbleitermaterialien (THM)
- Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien (GMBU)
- Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) Freiberg
Diese enge Vernetzung mit führenden Forschungsinstituten und Technologiezentren bildet die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Methoden. Sie gewährleistet, dass unsere Lösungen den aktuellen wissenschaftlichen Standards entsprechen und zugleich praxisrelevante Anforderungen erfüllen.
VORTEIL VON PolarityPen
- Statt aufwändiger Labormethoden bietet er eine schnelle, direkte Anzeige vor Ort.
- Nicht zerstörend, keine Vorbereitung, keine Chemikalien.
- Ideal für Qualitätskontrolle, Probenzuordnung und erste Charakterisierungsschritte
Warum ist die Unterscheidung zwischen +c- und –c-Fläche wichtig?
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- Oberflächenchemie & Reaktivität
- Die +c– und –c-Seite tragen unterschiedliche Oberflächenladungen, wodurch sie sich in ihrem Adsorptionsverhalten, ihrer Benetzbarkeit und chemischen Reaktivität unterscheiden.
- Zudem ist die Kinetik von epitaktischen Schichten auf den beiden Oberflächen verschieden, bspw. GaN-Substrate.
- Gerätefunktionalität
- In piezo-, pyro- und ferroelektrischen Anwendungen bestimmt die Orientierung, wie ein Bauelement auf Temperaturänderung, Druck oder elektrische Felder reagiert.
- Falsche Orientierung kann zu ineffizientem oder gar fehlerhaftem Verhalten führen (z. B. falsche Polarität in einem Sensor oder Aktor).
- Materialbearbeitung & Prozessierung
- Für die Kontaktierung, Politur und das Zuschneiden von Kristallen ist es entscheidend zu wissen, welche Fläche +c und welche –c ist.
- Nur so kann sichergestellt werden, dass Elektroden oder weitere Schichten korrekt aufgebracht werden.
- Domänen- und Wachstumsprozesse
- Bei der Kristallzüchtung und Domänenstrukturierung (z. B. in periodisch gepoltem LiNbO3, PPLN) müssen +c- und –c-Bereiche gezielt gesteuert werden, da sich sonst die gewünschte Funktionalität (z. B. Frequenzverdopplung) nicht erreichen lässt.
Wie kann die polare Achse sonst bestimmt werden?
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Es gibt mehrere etablierte, aber meist aufwändige Methoden:
- Chemisches Ätzen
- Unterschiedliche Oberflächenreaktionen auf +c- und –c-Seiten (z. B. bei LiNbO₃, GaN).
- Führt zu charakteristischen Ätzmustern (Pyramiden, Gruben), die unter Mikroskop eindeutig erkennbar sind.
- Nachteil: zerstörend, zeitaufwändig.
- Beugungsverfahren
- Präzise Strukturaufklärung und damit Achsenbestimmung.
- Nachteil: Sehr aufwendig, benötigt Synchrotronstrahlung.
- Optische Methoden
- Die Effizienz der Frequenzverdopplung (SHG) hängt von der Polarisation relativ zur c-Achse ab.
- Durch optische Messungen lässt sich die Orientierung anhand des Vorzeichens eindeutig bestimmen.
- Nachteil: Laser- und Optikaufbau werden benötigt.
- Elektrische Messungen
- Pyroelektrischer Strom bei Temperaturänderung → Vorzeichen zeigt Achsenrichtung.
- Piezoelektrische Messungen durch Anlegen von Spannung/Mechanik.
- Nachteil: große, unbewegliche Laboraufbauten und zeitaufwändig.

HANDHABUNG VON PolarityPen
Die Handhabung des PolarityPen ist bewusst einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Nach dem Einschalten von Stift und Steuerbox erreicht das System innerhalb von etwa zehn Sekunden seine Betriebsbereitschaft.
Die Probe wird auf der leicht erhöhten Kontaktmatte der Steuerbox platziert. Anschließend wird die gegenüberliegende Kristallseite mit der flexiblen Spitze des PolarityPen berührt. Bereits dieser kurze Kontakt genügt, um ein klares optisches Signal zu erhalten, das die Orientierung der Probenoberfläche zur polaren Achse anzeigt.
Die Messung erfolgt schonend und vollständig zerstörungsfrei. Weder ist eine elektrische Kontaktierung noch eine mechanische Fixierung der Probe erforderlich. Dank der nachgiebigen Spitze besteht kein Risiko für Beschädigungen – die Proben können direkt im Anschluss weiterverarbeitet werden.
Der PolarityPenn ist zudem für eine große Bandbreite an Probengeometrien geeignet: von kleinen Kristallproben im Bereich eines halben Zentimeters bis hin zu Wafern mit 300 mm Durchmesser.
So verbindet der PolarityPen einfache Handhabung mit zuverlässigen Ergebnissen – unabhängig von Probengröße und Einsatzumgebung.
IHR INTERESSE GEWECKT?
Sie möchten wissen, ob der PolarityPen auch für Ihre Materialien oder Fragestellungen die passende Lösung bietet?
Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Über das untenstehende Kontaktformular können Sie uns direkt Ihre Anfrage zukommen lassen. Gern prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob sich Ihr spezifisches Problem mit dem PolarityPen lösen lässt. Auf Wunsch können Sie uns auch eine Testprobe zusenden – so können wir im praktischen Einsatz zeigen, wie schnell und zuverlässig die Bestimmung der polaren Orientierung funktioniert.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und darauf, mit Ihnen neue Wege zur Charakterisierung polarisierter Materialien zu erschließen.

