17. Juni 2019 – Philipp Reichelt

Non sibi sed publico – In Memoriam Dr. Peter Schmidt

Heute vor 80 Jahren wurde Dr. Peter Schmidt in Gerstungen geboren.

Wir erinnern an einen Menschen, für den Nicht für sich – für die Allgemeinheit

zur Lebensmaxime wurde. Nicht nur seine hervorragende Kenntnis um den Wissenschaftlichen Altbestand der Universitätsbibliothek, dessen Kustos er war, sondern auch sein profundes Wissen um die Geschichte der Geowissenschaften, ließ ihn zu einem international anerkannten Wissenschaftler werden. Große internationale Netzwerke zu schaffen war seine Vision. Ohne ihn hätte es den bis heute existierenden Arbeitskreis zur Geschichte der Geowissenschaften nicht gegeben und wenn sich Wissenschaftler aus etwa 20 Ländern im kommenden Jahr zum 15. Internationalen Symposium zum kulturellen Erbe in Geo- und Montanwissenschaften in Bibliotheken, Archiven, Museen und Sammlungen in Eggenburg (Österreich) treffen, dann hat Peter Schmidt 1993 auch dafür den Grundstein gelegt.

Sicher, er war kein einfacher Zeitgenosse. Fast legendär waren Emails, die er mit der kurzen Unterbrechung von 02:00 bis 04:00 verschickte und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann konnte ihn maximal seine Frau davon abbringen. So kam Freiberg jedenfalls zum Denkmal für Humboldt und Freiesleben oder seine Geburtsstadt Gerstungen zu einer großen Gedenkplatte für Friedrich Moritz Stapff, durch dessen projektiertes und realisiertes Längsprofil der Gotthardtunnelbau in der Schweiz erfolgreich gebaut werden konnte.

Immer wieder beeindruckt vom enormen Schaffen Peter Schmidts konnten wir aber auch über so kleine, so menschliche Schwächen seiner, ohne Frage professionellen Schreibwut, lächeln. Nämlich dann, wenn er im Nachrichtenblatt zur Geschichte der Geowissenschaften [5, 1995, S. 67] einen Artikel „Zum 100. Geburtstag und 50. Todestag von Gerhard Krumbach (1895-1955]“ publizierte.

„GK“ – Gewaltkur stand in seinen Tagebucheintragungen immer dann, wenn er an die Grenzen seiner Kräfte ging. Bei seiner letzten GK hat er diese Grenze überschritten – am 6. Februar 1999.

2000 hat ihm das internationale Erbe-Komitee in Colorado einen Award gewidmet. Der Dr. Peter-Schmidt-Award wird aller zwei Jahre an Personen verliehen, die sich mit besonderem Engagement für die Erhaltung des kulturellen Erbes in den Geo- und Montanwissenschaften einsetzen.

06. Juni 2019 – Heike Schwarz

Neue Nationallizenz – Nomos eLibrary

Die Universitätsbibliothek stellt im Rahmen der Nationallizenzen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft angeboten werden, folgende Nationallizenzen zur Verfügung:

  • Nomos eLibrary gesamt 2017                                               
    Das Angebot beinhaltet die in der Nomos eLibrary enthaltenen E-Books, Monographien und Sammelbände des Jahres 2017 aus den folgenden Fachgebieten:
    Politikwissenschaft, Wirtschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Geschichte, Soziologie, Europapolitik, Philosophie, Soziale Arbeit / Sozialwirtschaft, Jura Grundlagen, Zivilrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Europarecht, Internationales Recht, Völkerrecht, Öffentliches Recht, Strafrecht

Weitere Informationen und den jeweiligen Zugangslink finden Sie im Datenbank-Infosystem DBIS.

15. Mai 2019 – Heike Schwarz

Ausstellung: Alexander v. Humboldt – Florae Fribergensis

Die Universitätsbibliothek widmet die neue Ausstellung dem 250. Geburtstag von Alexander v. Humboldt und zeigt vom 14. Mai bis 28. August 2019 Interessantes rund um sein Frühwerk “Florae Fribergensis specimen“.

“… In unterirdischen Regionen, in Höhlen, an dem Zimmerwerk der Erzgänge kommen Pilze, Schwämme und ähnliche Gewächse vor …” (W. Döring)

Ausstellung – Titelposter

Alexander v. Humboldt studierte vom 14.06.1791 – 27.02.1792 in Freiberg. Neben seinen montan- und geowissenschaftlichen Studien widmete er sich u.a. der Botanik. Sein spezielles Interesse galt dabei, und das fand er in Freiberg offensichtlich zum ersten Mal, auch der unterirdischen Pflanzenwelt. Bei seinen Befahrungen, in den verschiedenen Gruben Freibergs, zog ihn die unterirdische Pflanzenwelt in seinen Bann “… weil Mangel an Licht und eine so verschieden gemischte Atmosphäre auch eine andere Organisation, als die überirdische, ahnen läßt …”.

Etwa ein Jahr nach seinem Studium in Freiberg (1793) veröffentlichte er die Ergebnisse “seiner Jagd nach Moosen” im Band Florae Fribergensis Specimen plantas cryptogamicas praesertim subterraeas. Humboldt unterteilte die Pflanzen in Algae (Flechten) und Fungi (Pilze). Dabei beschrieb er in seinem Werk 124 Flechten und 134 Pilze, die er zum großen Teil erstmalig nachweisen konnte. Einen Pilz, den er im Tiefen Nachtigall Stolln bei Tuttendorf (Güte Gottes Erbstolln, samt Gottes Hülfe Fundgrube zu Tuttendorf) fand, benannte er Ceratophora fribergensis. Seine Freiberger Erkenntnisse wurden in den nächsten Jahren in zahlreichen Fachpublikationen kommentiert und bewertet.

Die Ausstellung ist im Lesesaal (OG) zu besichtigen.

08. April 2019 – Heike Schwarz

JoVE: Journal of Visualized Experiments im Testzugriff bis 8. Mai 2019

Ab sofort bietet die UB Freiberg bis zum 8. Mai 2019 einen campusweiten Testzugang zum Video-Portal JoVE Journal of Visualized Experiments auf alle Inhalte von

JoVE Video Journal – die weltweit erste peer-reviewed wissenschaftliche Videozeitschrift (u. a. aus den Fachgebieten Engineering, Bioengineering, Biology, Environment, Chemistry)

und

JoVE Science Education – Videosammlungen zu Schlüsselkonzepten und grundlegenden Techniken auf der Ebene des Grundstudiums (u. a. aus den Fachgebieten Physics, Engineering, Chemistry, Environmental Sciences).

an.

Die Zeitschrift ist eine neue Medienform, die Experimente in visuellen Format veröffentlicht. Es handelt sich um eine Mischform aus Videos und E-Journal. Neben einer exakten Beschreibung der Methoden werden die Experimente auf anschauliche Weise vorgeführt. So kann man das gesehene Experiment leicht nachvollziehen und im eigenen Labor umsetzen.

29. März 2019 – Annelies Klotz

“Perinorm-Online” ab sofort freigeschaltet!

Logo Perinorm
Quelle: Beuth

Die DIN-Normen und VDI-Richtlinien-Datenbank “Perinorm” ist jetzt
in der Online-Version verfügbar.

Die Oberfläche und die Funktionalitäten der “Perinorm-Online” entsprechen der bisherigen “Perinorm”-Version. Dagegen lassen sich vorhandene Volltexte nun sofort downloaden, speichern, drucken oder per E-Mail versenden.

Der Zugang zur bisherigen “Perinorm” über DBIS/DBOD ist abgeschaltet.

Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an die Auskunft der Universitätsbibliothek (E-Mail: auskunft@ub.tu-freiberg.de bzw. Tel. +49 3731 39 4360).

18. März 2019 – Heike Schwarz

Veränderte Öffnungszeiten vom 23. bis 31. März 2019

Nach Beendigung der Prüfungszeit hat die Universitätsbibliothek wie folgt geöffnet:

 

Samstag, 23. März 2019 10 – 18 Uhr
Sonntag, 24. März 2019 geschlossen
Montag – Freitag, 25. – 29. März 2019 7 – 20 Uhr
Samstag, 30. März 2019 10 – 18 Uhr
Sonntag, 31. März 2019 geschlossen

Pünktlich zu Semesterbeginn – ab 1. April – gelten dann wieder die bekannten Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 7 – 23 Uhr sowie Samstag & Sonntag von 10 – 18 Uhr.

20. Februar 2019 – Heike Schwarz

Neue Nationallizenzen

Die Universitätsbibliothek stellt im Rahmen der Nationallizenzen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft angeboten werden, folgende Nationallizenzen zur Verfügung:

  • European Mathematical Society Journals Archiv
    Das Angebot enthält mathematische Zeitschriften. Darunter befinden sich sowohl hochspezielle (Quantum Topology) als auch thematisch umfassendere Titel (Elemente der Mathematik).
  • The Economist: Historical Archive 1843 – 2006 / ECON
    Das Archive umfasst die vollständigen Inhalte aller Druckausgaben des „Economist“ aus den Jahren 1843 – 2006. Der „Economist“ ist die wichtigste internationale Wochenzeitschrift für Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Artikel werden als Farbimages angeboten. Das Archiv ist mit einer Volltextsuche mit verschiedenen Indices ausgestattet.
  • Taylor & Francis Business Management & Economics Archive – 2000
    Das Archiv umfasst 40 Zeitschriftentitel der Archivkollektion Business, Management & Economics Online Archive bis einschließlich Jahrgang 2000.

Weitere Informationen und den jeweiligen Zugangslink finden Sie im Datenbank-Infosystem DBIS.

19. Februar 2019 – Bernhard Wagenbreth

Fachinformationsdienst Montan (Bergbau und Hüttenwesen) in der 2. Förderphase

Nach erfolgreichem Aufbau wird der Fachinformationsdienst „Montan (Bergbau und Hüttenwesen)“ durch die Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgesellschaft in einem zweiten Förderzeitraum April 2019 – März 2022 weiterentwickelt. Dieser Dienst ist unter www.montanportal.com verfügbar und unterstützt besonders die Wissenschaftler/-innen der Fachgebiete Bergbau und Hüttenwesen, Lagerstättenkunde, Prospektion und Aufbereitung einschließlich Recycling sowie Rohstoffwirtschaft bei Informations- und Literaturrecherchen in ihren Forschungsgebieten.

Der “Montankatalog” bündelt die Nachweise fachlich relevanter Spezialliteratur unter einer Oberfläche. Neben Spitzenliteratur renommierter Fachverlage wird schwer auffindbare und sehr verteilt vorliegende Literatur, z.B. Veröffentlichungen von Fachgesellschaften und Institutionen, Hochschulschriften, Konferenzbände, Statistiken und Forschungsergebnisse, aufgezeigt. Selbst Informationsquellen wie fachlich interessante Filme auf DVD oder Bergmanns-Liederbücher sind zu finden. Zukünftig werden noch weitere wertvolle Datensammlungen in den Suchraum des Systems integriert. Darüber hinaus finden Wissenschaftler/-innen über das Montanportal Informationen zu ausgewählten wissenschaftlichen Tagungen, Zeitschriften und Newsdiensten Ihres Fachgebietes.

Die Anschaffung von Fachliteratur erfolgt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgesellschaft. Die Universitätsbibliothek konzentriert sich beim Erwerb dieser Spezialliteratur auf die Ergänzung der bereits in der Universitätsbibliothek vorhandenen Bestände und die Fortsetzung fachrelevanter, deutschlandweit gut nachgefragter und häufig nur an der UB Freiberg vorhandener Bestandstitel. Ein Beispiel sind ausgewählte hochpreisige, aber deutschlandweit an Bibliotheken nur unikal in Freiberg verfügbare Berichte mit rohstoffwirtschaftlichen Analysen und Prognosen der “Roskill Information Services” London. Spezielle Literatur- und Informationswünsche der Fachwissenschaftler/-innen werden bevorzugt berücksichtigt. Diese können über ein Formular für Anschaffungsvorschläge eingereicht werden.

Die technischen Arbeiten des Montanportales leisten Mitarbeiter der IT-Abteilungen der Universitätsbibliotheken Freiberg und Leipzig mit Unterstützung einer IT-Firma.

Die Entwicklung des Fachinformationsdienstes inklusive dem “Montanportal” wird durch einen wissenschaftlichen Beirat mit Vertretern aus Forschung, Behörden und Wirtschaft begleitet. Die in den speziellen Fachdisziplinen tätigen Beiratsmitglieder liefern wertvolle Anregungen für die inhaltliche und praxisnahe Ausgestaltung dieses Serviceangebotes und unterstützen bei der bedarfsnahen Auswahl der zu erwerbenden Literatur und der weiteren Informationsquellen.

Die Weiterentwicklung des Montankataloges in der zweiten Förderperiode umfasst die Einbindung weiterer Informationsquellen, die Verfeinerung der Suchmöglichkeiten durch eine hierarchisch strukturierte “Thematischen Suche”, sowie über eine interaktive Kartenoberfläche. Darüber hinaus wird das Montanportal um einige Dienstleistungen erweitert: Die Digitalisierung on Demand gemeinfreier Schriften, das elektronische Publizieren auf qualitativ hochwertigen Repositorien mit Vergabe persistenter Identifikatoren und die Veröffentlichungsmöglichkeit von Forschungsdaten werden zukünftig angeboten.

14. Februar 2019 – Heike Schwarz

Baubeginn für neue Universitätsbibliothek und dazugehöriges Hörsaalzentrum

Rohentwurf Neubau Hörsaalzentrum/Bibliothek
Rohentwurf Neubau Hörsaalzentrum/Bibliothek der TU Bergakademie Freiberg © behet bondzio lin Architekten GmbH & Co.KG, Leipzig

Mit den Arbeiten zur Errichtung der Baugrube startet ab 13. Februar offiziell der Neubau der Universitätsbibliothek und Hörsaalzentrum der TU Bergakademie Freiberg unter der Leitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Wie geplant, entsteht bis Ende 2021 auf dem südlichen Geländeteil des ehemaligen Messeplatzes ein weiterer zentraler Bestandteil des Freiberger Wissenschaftskorridors. Der Neubau ersetzt das in den Jahren 1977 bis 1980 errichtete Bibliotheksgebäude an der Agricolastraße 10.

Das Gebäude ist in zwei Teile gegliedert, einem Turm als Kopfbau, der hauptsächlich die Verwaltung und die Magazine der Bibliothek beherbergt. Dem angeschlossen ist ein Flachbau, der im Erdgeschoss die Hörsäle und in den Obergeschossen die eigentliche Freihandbibliothek sowie zugehörige Arbeitsplätze für Studenten aufnimmt. Das dazugehörige Hörsaalzentrum umfasst drei Hörsäle und zwei Seminarräume.

Das Gebäude wird etwa 7.327 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Die Baukosten werden auf ca. 40 Millionen Euro geschätzt.

Hintergrund:

Mit einem symbolischen „Baggerbiss“ wurden bereits im Mai 2017 vorbereitende Infrastrukturarbeiten für die Neubauten des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffumwandlung (ZeHS) und das Hörsaalzentrum der TU Bergakademie Freiberg am Messeplatz in Freiberg begonnen.

Kurze Zeit später starteten unter der Leitung der SIB Niederlassung Chemnitz planmäßig die Bauarbeiten mit dem Aushub der Baugrube für das ZeHS. Nunmehr ist der Rohbau fast vollendet und die Ausbauarbeiten sind bereits in vollem Gange.

Ansprechpartner: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Alwin-Rainer Zipfl, Tel.: 0351 564-9602

(Quelle: Pressestelle der TU Bergakademie Freiberg)