Freiberg Center for Circular Economy

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09. März 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

11. Veranstaltung „Übergreifendes Forschungsseminar Kreislaufwirtschaft“ des Freiberg Center for Circular Economy

Das Freiberg Center for Circular Economy (FCCE) lädt ein:

Am 26. März von 13 bis 14 Uhr lädt das Freiberg Center for Circular Economy (FCCE) zu einem weiteren Forschungsseminar in den Seminarraum EG.133 des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS), Winklerstraße 5, 09599 Freiberg, ein.

Der Vortrag „Environmental Policy Stringency, Renewable Transition and the Shadow Economy“ wird von Prof. Dr. Aleksandra Kuzior und Prof. Dr. Serhiy Lyeonov gehalten.

Prof. Dr. Aleksandra Kuzior ist Professorin und Dekanin der Fakultät für Organisation und Management an der Schlesischen Technischen Universität in Gliwice (Polen). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in nachhaltiger Entwicklung, Unternehmensethik und Corporate Social Responsibility.

Prof. Dr. Serhiy Lyeonov ist Professor an der Schlesischen Technischen Universität in Gliwice sowie an der Sumy State University in der Ukraine. Seine Forschung befasst sich insbesondere mit Governance, makroökonomischer Stabilität, Schattenwirtschaft und nachhaltiger Energiepolitik.

Promovierende, Postdocs, Forschende, Habilitierende und Lehrende mit thematischem Bezug zur Kreislaufwirtschaft, Umweltökonomie, Energiepolitik und nachhaltiger Transformation sowie interessierte Studierende aller Fakultäten und Praktikerinnen und Praktiker sind herzlich eingeladen.

Das FCCE freut sich auf einen spannenden Austausch und eine lebhafte Diskussion über Umweltpolitik, erneuerbare Energien und institutionelle Herausforderungen im Kontext der europäischen Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Die Veranstaltung wird auf Englisch abgehalten.

05. März 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Einladung zum 13. Sächsischer Kreislaufwirtschaftstag

Am 1. April 2026 richtet der Landesverband der Recyclingwirtschaft Sachsen e.V. in Freiberg den 13. Sächsischen Kreislaufwirtschaftstag aus- ein ganztägiges Branchentreffen, zu dem Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden erwartet werden. Die Veranstaltung findet von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr im DBI-Tagungszentrum, Halsbrücker Straße 34, 09599 Freiberg, statt und bietet Raum für Gespräche, Diskussionen und Austausch darüber, wie verschiedene Akteurinnen und Akteure in Sachsen Herausforderungen im Bereich Recycling, Ressourcennutzung und Stoffkreisläufe gemeinsam angehen und überwinden können.

Im Mittelpunkt des Tages stehen praxisnahe Einblicke und konkrete Beispiele aus der Branche. Unternehmen berichten über ihre Erfahrungen und zeigen auf, welche Fortschritte bereits erzielt wurden. Ergänzt wird das Programm durch Fachvorträge sowie durch eine Poster-Ausstellung in der Mittagspause, bei der Projekte und Institutionen aus dem wissenschaftlichen Umfeld vorgestellt werden.

Der Tagungsbeitrag beträgt für Mitglieder 120,00 Euro zzgl. 19 % MwSt., für Nicht-Mitglieder 150,00 Euro zzgl. 19 % MwSt. Behördenvertreter zahlen keine Tagungspauschale.

Die Anmeldung ist bis zum 26. März 2026 per E-Mail an möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier: Link

03. März 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Zur Wirksamkeit von Ökomodulationen: Rückblick auf das 10. Forschungsseminar der Kreislaufwirtschaft

Am Montag, den 2. März 2026, fand von 13 bis 14 Uhr die 10. Veranstaltung des „Übergreifenden Forschungsseminars Kreislaufwirtschaft“ des Freiberg Center for Circular Economy (FCCE) statt. Das kleine Jubiläum wurde im Seminarraum EG.133 des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS) in Freiberg begangen. Zahlreiche Forschende, Promovierende, Studierende sowie Praktikerinnen und Praktiker nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.

Den Vortrag mit dem Titel „Zur Wirksamkeit von Ökomodulationen: Experimentelle Evidenz von Branchenexperten zur Erweiterten Herstellerverantwortung“ hielt Maximilian Erdmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verhaltens- und Wirtschaftsethik der TU Bergakademie Freiberg.

Im Mittelpunkt stand die Erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) als umweltpolitisches Instrument zur Förderung nachhaltiger Produktkreisläufe. Diskutiert wurde insbesondere die Frage, inwiefern Ökomodulationen – also differenzierte Gebührenmodelle innerhalb von EPR-Systemen – wirksamere Anreize für nachhaltiges Ökodesign setzen können als die bislang dominierende gewichtsbasierte Grundgebühr.

Die vorgestellte Studie basiert auf einem groß angelegten verhaltensökonomischen Experiment mit 377 Branchenexpertinnen und -experten. Unter kontrollierten Bedingungen wurden verschiedene Anreizstrategien miteinander verglichen und deren Auswirkungen auf Produktgestaltung, Produktgewicht, ökologische Effekte sowie auf die Einnahmen und Kosteneffizienz von EPR-Institutionen analysiert. Darüber hinaus wurden psychologische Mechanismen untersucht, die den Entscheidungsprozessen zugrunde liegen.

Die Ergebnisse zeigen erstmals in diesem Forschungsfeld, dass Ökomodulationen einen klaren Lenkungseffekt in Richtung nachhaltigerer Produktgestaltung entfalten und zur Reduktion ökologischer Externalitäten beitragen. Demgegenüber setzt die klassische, gewichtsbasierte Gebühr vor allem Anreize zur Gewichtsreduktion, ohne zwingend eine umfassendere ökologische Optimierung zu fördern.

Besonders hervorzuheben ist die Rolle individueller Umweltwerte: Diese wirken sich deutlich positiv auf Ökodesign-Entscheidungen aus. Gleichzeitig wurde ein potenzieller Crowding-out-Effekt sichtbar, insbesondere bei weiblichen Teilnehmenden, was auf komplexe Interaktionen zwischen intrinsischer Motivation und regulatorischen Eingriffen hinweist. Zudem zeigte sich, dass Ökomodulationen trotz möglicher Einnahmerückgänge die Kosteneffizienz von EPR-Systemen verbessern können.

In der anschließenden Diskussion wurde intensiv über die regulatorische Ausgestaltung zukünftiger EPR-Systeme, mögliche Implikationen für die europäische Abfallpolitik sowie über normative Fragen der Verantwortung und Fairness debattiert. Das Jubiläumsseminar verdeutlichte eindrucksvoll, wie empirische Verhaltensforschung zur Weiterentwicklung umweltpolitischer Instrumente beitragen kann und unterstrich die Relevanz interdisziplinärer Ansätze für die Kreislaufwirtschaft.