13. Februar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

TU Freiberg ebnet den Weg zur industriellen E-Fuel-Produktion

Die TU Bergakademie Freiberg hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur industriellen Produktion strombasierter Kraftstoffe erreicht. In ihrer E-Fuels-Pilotanlage wurde erstmals synthetisches Benzin auf Basis von industriell hergestelltem E-Methanol produziert. Damit gelingt der Brückenschlag zwischen Forschung und industrieller Anwendung – ein entscheidender Schritt hin zu einer künftigen E-Fuels-Industrieanlage in Deutschland.

Das eingesetzte E-Methanol stammt aus der großtechnischen Anlage im dänischen Kassø, in der es mithilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird. In Freiberg wird dieses grüne Zwischenprodukt weiterverarbeitet und in mehreren Prozessschritten zu synthetischem Ottokraftstoff umgewandelt. Die gesamte Prozesskette basiert auf erneuerbarem Strom, Wasserstoff und geeigneten CO₂-Quellen und zeigt, dass eine vollständig strombasierte Kraftstoffproduktion technisch realisierbar ist.

Mit diesem Erfolg unterstreicht die TU Freiberg ihre Rolle als Innovationsmotor im Bereich Power-to-Liquid-Technologien. Die Forschung leistet einen konkreten Beitrag zur Defossilierung des Verkehrssektors. Der aktuelle Fortschritt zeigt: Strombasierte E-Fuels sind nicht mehr nur Zukunftsvision, sondern werden Schritt für Schritt zur industriellen Realität.

Weitere Informationen finden Sie hier: Link

09. Februar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

10. Veranstaltung „Übergreifendes Forschungsseminar Kreislaufwirtschaft“ des Freiberg Center for Circular Economy

Das Freiberg Center for Circular Economy (FCCE) lädt ein:

Am 2. März von 13 bis 14 Uhr lädt das Freiberg Center for Circular Economy (FCCE) zum nächsten Forschungsseminar in den Seminarraum EG.133 des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS), Winklerstraße 5, 09599 Freiberg, ein.

Der Vortrag „Zur Wirksamkeit von Ökomodulationen: Experimentelle Evidenz von Branchenexperten zur Erweiterten Herstellerverantwortung“ wird von Maximilian Erdmann, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verhaltens- und Wirtschaftsethik der TU Bergakademie Freiberg, gehalten.

Im Mittelpunkt steht die Erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) als umweltpolitisches Instrument zur Förderung nachhaltiger Produktkreisläufe. Die zugrundeliegende Forschung untersucht, inwieweit Ökomodulationen als alternative Anreizmechanismen zur bestehenden Gebührenstruktur geeignet sind, ein nachhaltigeres Ökodesign von Produkten und Verpackungen zu fördern.

Die zugrundeliegende Forschung basiert auf einem verhaltensökonomischen Experiment mit 377 Branchenexperten, in dem verschiedene Anreizstrategien sowie deren Auswirkungen auf Ökodesign, ökologische Effekte und die Effizienz von EPR-Systemen untersucht werden.

Promovierende, Postdocs, Forschende, Habilitierende und Lehrende mit einem thematischen Bezug zur Kreislaufwirtschaft sowie interessierte Studierende aller Fakultäten und Praktikerinnen und Praktiker sind herzlich eingeladen. Das FCCE freut sich auf einen spannenden Austausch und eine lebhafte Diskussion im Kontext der Kreislaufwirtschaft.

26. Januar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

EU-Winterpaket und Maßnahmenpaket: Aktuelle Entwicklungen der europäischen Kreislaufwirtschaftspolitik

Die Europäische Kommission hat am 23. Dezember 2025 ein sogenanntes Circular Economy Winter Package vorgestellt. Ziel dieses Pakets ist es, bestehende Regelungen der europäischen Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln und insbesondere den Binnenmarkt für sekundäre Rohstoffe zu stärken. Der Schwerpunkt liegt auf der Harmonisierung regulatorischer Rahmenbedingungen in den Bereichen Abfall, Recycling und Rohstoffnutzung sowie auf der Vorbereitung weitergehender legislativer Schritte im Jahr 2026.

Am 7. Januar 2026 folgte ein daran anschließendes Maßnahmenpaket mit einem klaren Fokus auf den Kunststoffsektor. Dieses Paket enthält kurzfristig umsetzbare Instrumente zur Förderung einer stärker kreislauforientierten Nutzung von Kunststoffen und ist als erster operativer Umsetzungsschritt im Anschluss an das Winterpaket zu verstehen.

Zu den zentralen Elementen dieses Maßnahmenpakets zählen die Ankündigung EU-weiter End-of-Waste-Kriterien für Kunststoffe, ein Durchführungsrechtsakt zur Festlegung von Mindestanteilen recycelter Materialien in PET-Einwegflaschen, die Einführung getrennter Zollcodes für neue und recycelte Kunststoffe sowie eine verstärkte Marktbeobachtung für Primär- und Sekundärkunststoffe. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Markttransparenz zu erhöhen, regulatorische Unsicherheiten zu reduzieren und Investitionen in das Kunststoffrecycling zu erleichtern.

Der zeitliche Abstand zwischen Winterpaket und Maßnahmenpaket verdeutlicht die gestufte Vorgehensweise der Europäischen Union bei der Weiterentwicklung ihrer Kreislaufwirtschaftspolitik. Beide Initiativen stehen zugleich im Zusammenhang mit der Ankündigung eines umfassenderen Circular Economy Act, den die Kommission im weiteren Verlauf des Jahres 2026 vorlegen will. Dieser soll zusätzliche horizontale Maßnahmen enthalten, um den europäischen Binnenmarkt für sekundäre Rohstoffe strukturell zu stärken und die Kreislaufwirtschaft auf eine breitere regulatorische Grundlage zu stellen.

23. Januar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Neue Großgerätedatenbank der TU Bergakademie Freiberg: Forschungsinfrastruktur sichtbar machen und vernetzen

Die Zentrale Transferstelle der TU Bergakademie Freiberg hat eine zentrale Großgerätedatenbank aufgebaut, die einen umfassenden Überblick über die Forschungsinfrastruktur der Universität bietet. In der Datenbank sind derzeit über 800 Großgeräte mit einem Anschaffungspreis von jeweils mehr als 30.000 Euro erfasst.

Ziel der Datenbank ist es, die vorhandene Forschungsinfrastruktur universitätsweit besser zu vernetzen – insbesondere im Sinne einer erleichterten Nutzung durch Promovierende und interdisziplinäre Forschungsprojekte – und zugleich die Sichtbarkeit der vorhandenen Geräte und wissenschaftlichen Expertisen gegenüber externen Partnern aus Industrie und Praxis zu erhöhen.

Zu jedem Gerät sind strukturierte Informationen hinterlegt, darunter:

  • Hersteller und Gerätebezeichnung

  • Leistungsart sowie zentrale technische Daten

  • Kurzbeschreibung und mögliche Versuchs- bzw. Anwendungsabläufe

  • Zuordnung zur jeweiligen Professur bzw. Fakultät

  • Expertenkontakte für Angehörige der TU Bergakademie Freiberg

  • Ansprechpartner der Zentralen Transferstelle für externe Anfragen

Der Zugang zur Datenbank sowie die Such- und Filterfunktionen wurden mit Unterstützung der Universitätsbibliothek auf Basis der Mediathek der TU Bergakademie Freiberg realisiert. Die Datenbank ist aktuell frei zugänglich und kann eingesehen werden unter: Link

Alle Professuren und beteiligten Expertinnen und Experten sind eingeladen, die für sie hinterlegten Geräteinformationen zu überprüfen. Sollten Beschreibungen unvollständig oder fehlerhaft sein, können Korrekturen unkompliziert angestoßen werden: Benötigt werden lediglich die in der Datenbank angegebene Mediennummer sowie die Inventarnummer des jeweiligen Geräts, auf deren Basis eine Vorlage zur Aktualisierung bereitgestellt wird.

Für das Freiberg Center for Circular Economy ist die Großgerätedatenbank ein wichtiger Baustein, um vorhandene technische Kapazitäten transparenter zu machen, Kooperationspotenziale sichtbar werden zu lassen und den Wissens- und Technologietransfer zu stärken. Die Zusammenstellung der Datenbank erfolgte durch die Zentrale Transferstelle im Rahmen des Projekts 4transfer.

Die neue Datenbank bietet damit eine zentrale Schnittstelle zwischen Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer – und leistet einen konkreten Beitrag zur besseren Nutzung und Außenwirkung der Forschungsinfrastruktur der TU Bergakademie Freiberg.