23. Januar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Neue Großgerätedatenbank der TU Bergakademie Freiberg: Forschungsinfrastruktur sichtbar machen und vernetzen

Die Zentrale Transferstelle der TU Bergakademie Freiberg hat eine zentrale Großgerätedatenbank aufgebaut, die einen umfassenden Überblick über die Forschungsinfrastruktur der Universität bietet. In der Datenbank sind derzeit über 800 Großgeräte mit einem Anschaffungspreis von jeweils mehr als 30.000 Euro erfasst.

Ziel der Datenbank ist es, die vorhandene Forschungsinfrastruktur universitätsweit besser zu vernetzen – insbesondere im Sinne einer erleichterten Nutzung durch Promovierende und interdisziplinäre Forschungsprojekte – und zugleich die Sichtbarkeit der vorhandenen Geräte und wissenschaftlichen Expertisen gegenüber externen Partnern aus Industrie und Praxis zu erhöhen.

Zu jedem Gerät sind strukturierte Informationen hinterlegt, darunter:

  • Hersteller und Gerätebezeichnung

  • Leistungsart sowie zentrale technische Daten

  • Kurzbeschreibung und mögliche Versuchs- bzw. Anwendungsabläufe

  • Zuordnung zur jeweiligen Professur bzw. Fakultät

  • Expertenkontakte für Angehörige der TU Bergakademie Freiberg

  • Ansprechpartner der Zentralen Transferstelle für externe Anfragen

Der Zugang zur Datenbank sowie die Such- und Filterfunktionen wurden mit Unterstützung der Universitätsbibliothek auf Basis der Mediathek der TU Bergakademie Freiberg realisiert. Die Datenbank ist aktuell frei zugänglich und kann eingesehen werden unter: Link

Alle Professuren und beteiligten Expertinnen und Experten sind eingeladen, die für sie hinterlegten Geräteinformationen zu überprüfen. Sollten Beschreibungen unvollständig oder fehlerhaft sein, können Korrekturen unkompliziert angestoßen werden: Benötigt werden lediglich die in der Datenbank angegebene Mediennummer sowie die Inventarnummer des jeweiligen Geräts, auf deren Basis eine Vorlage zur Aktualisierung bereitgestellt wird.

Für das Freiberg Center for Circular Economy ist die Großgerätedatenbank ein wichtiger Baustein, um vorhandene technische Kapazitäten transparenter zu machen, Kooperationspotenziale sichtbar werden zu lassen und den Wissens- und Technologietransfer zu stärken. Die Zusammenstellung der Datenbank erfolgte durch die Zentrale Transferstelle im Rahmen des Projekts 4transfer.

Die neue Datenbank bietet damit eine zentrale Schnittstelle zwischen Forschung, Nachwuchsförderung und Transfer – und leistet einen konkreten Beitrag zur besseren Nutzung und Außenwirkung der Forschungsinfrastruktur der TU Bergakademie Freiberg.

16. Januar 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Jetzt anmelden: 3. Sächsische Rohstoffkonferenz

Am 22. Januar 2026 findet von 9 bis 16 Uhr in der Alten Mensa der TU Bergakademie Freiberg die 3. Sächsische Rohstoffkonferenz statt. Veranstaltet wird sie gemeinsam vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz und der TU Bergakademie Freiberg. Ziel der Konferenz ist es, den Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und aktuelle Fragen der Rohstoffversorgung aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Ein zentrales Merkmal der Veranstaltung ist der ganzheitliche Ansatz: Primärrohstoffe, Sekundärrohstoffe und nachwachsende Rohstoffe werden gemeinsam betrachtet. Damit greift die Konferenz den wachsenden Bedarf an integrierten Rohstoffstrategien auf, die sowohl Versorgungssicherheit als auch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in den Blick nehmen.

Das Programm spannt einen breiten thematischen Bogen. Neben Beiträgen zur Rohstoffpolitik und zur Rolle des Bergbaus in Sachsen stehen unter anderem Altbergbau und neue Erzbergwerke, Weißer Wasserstoff, nachwachsende Rohstoffe, Phosphatrückgewinnung sowie Glasrecycling im Fokus. Die Vorträge zeigen, wie technologische Innovationen, regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Anforderungen zusammenwirken.

Die Konferenz richtet sich an Fachleute aus Industrie, Forschung, Verwaltung und Politik sowie an alle, die sich mit der Zukunft der Rohstoffwirtschaft beschäftigen. Studierende der TU Bergakademie Freiberg können kostenfrei teilnehmen, für alle anderen beträgt die Teilnahmegebühr 75 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen zu dem Thema und zur Anmeldung können Sie hier nachlesen: Link

 

12. Dezember 2025 – Maximilian Vincent Erdmann

Jetzt bewerben: PRO-SLO PhD School 2026 zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Rohstoffprojekten

In 2026 findet die von EIT Raw Materials geförderte PRO-SLO PhD School statt. Im Mittelpunkt steht die Social Licence to Operate (SLO) und damit die gesellschaftliche Akzeptanz von Rohstoffprojekten. Neben technischer und ökonomischer Machbarkeit ist die Akzeptanz durch lokale Gemeinschaften und relevante Stakeholder ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Bergbau- und Rohstoffvorhaben.

Die PhD School vermittelt ein fundiertes Verständnis der Konzepte und Prinzipien einer Social Licence to Operate sowie ihres wirtschaftlichen Nutzens für die Rohstoffindustrie. Teilnehmende lernen, welche Risiken entstehen, wenn soziale Akzeptanz vernachlässigt wird, wie Stakeholder-Dynamiken funktionieren und welche Rolle soziales Kapital spielt. Zudem werden Strategien vermittelt, um konstruktiv mit lokalen Gemeinschaften zu interagieren und eine SLO aufzubauen und langfristig zu sichern.

Das Programm richtet sich an Promovierende aus den Bereichen Rohstoffe, Ingenieur-, Sozial-, Wirtschafts-, Umwelt- und verwandten Wissenschaften. Es umfasst eine Online-Lehrphase vom 9. bis 13. Februar 2026, eine anschließende Selbststudienphase sowie einen Präsenzteil in Griechenland vom 19. bis 24. April 2026. Sämtliche Kosten werden durch EIT Raw Materials vollständig übernommen.

Weitere Informationen zu Programm, Anmeldung und Unterkunft finden sich unter
https://www.proslo.eu/for-students

Die Anmeldung ist bis zum 19. Dezember 2025 möglich.

Bei Rückfragen steht Dr. Theresa Wand () gerne zur Verfügung.

10. Dezember 2025 – Maximilian Vincent Erdmann

Die Rolle der Deponie im Fokus: Rückblick auf das 9. Forschungsseminar der Kreislaufwirtschaft

Am Montag, den 8. Dezember 2025, fand von 13 bis 14 Uhr das 9. Forschungsseminar der Kreislaufwirtschaft des Freiberg Center for Circular Economy statt. Rund 20 Interessierte kamen im Seminarraum der Universitätsbibliothek zusammen und diskutierten im Anschluss angeregt über die Inhalte des Vortrags von Christian Rasquin (Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber) , der unter dem Titel „Die Rolle der Deponie in der Kreislaufwirtschaft“ einen vielschichtigen Einblick in ein oft unterschätztes Thema bot.


Rasquin erläuterte, wie sich die Deponielandschaft in Deutschland verändert hat und dass seit dem 1. Juni 2005 keine unbehandelten Siedlungsabfälle mehr deponiert werden dürfen. Heute ist die Ablagerung ausschließlich auf inertes Material begrenzt und stellt das letzte Glied der Abfallhierarchie dar.

In Deutschland existieren fünf Deponieklassen, deren Anforderungen mit dem Gefährdungspotenzial steigen. Am häufigsten kommt die Deponieklasse 0 für gering belastete mineralische Abfälle vor. Trotz aller Fortschritte im Recycling bleibt jedoch klar, dass Deponien weiterhin benötigt werden – bedingt durch Konsumverhalten, Lebensstandard und unvermeidbare Reststoffe. Deutschland verfügt hierbei über einige der sichersten Deponien weltweit, insbesondere dank des Multibarrierensystems.

Gleichzeitig machte der Vortrag deutlich, dass Herausforderungen wie Methanbildung und Sickerwasser nach wie vor bestehen und eine sorgfältige technische sowie langfristige Überwachung notwendig bleibt. Rasquin ordnete das Thema auch europäisch ein: In anderen EU-Ländern wird teilweise noch umfassend Material deponiert. So gibt es neun Mitgliedstaaten, die mehr als die Hälfte ihres Siedlungsabfalls auf die Deponie brächten.

Das Seminar verdeutlichte insgesamt, dass Deponien zwar nur eine begrenzte Rolle in der Kreislaufwirtschaft einnehmen, aber als unverzichtbare Schadstoffsenke weiterhin gebraucht werden. Die engagierte Diskussion im Anschluss zeigte, wie präsent und wichtig dieses Thema bleibt.