Freiberg Center for Circular Economy

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13. Juli 2026 – Maximilian Vincent Erdmann

Neuer Bachelorstudiengang an der TUBAF: Rohstoffsicherung, Energiewende und Kreislaufwirtschaft im Fokus

Die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft braucht nicht nur neue Technologien – sie braucht vor allem Menschen, die sie gestalten können. Die TU Bergakademie Freiberg reagiert auf diesen Bedarf mit einem neuen Bachelorstudiengang, der zum Wintersemester 2027/28 starten soll: „Ressourcenökologie und Transformationsmanagement“. Ermöglicht wird er durch eine Förderung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der bundesweiten Ausschreibung „Die Welt ist mein Campus“ – einer der 37 ausgewählten Hochschulen deutschlandweit.

Was steckt hinter dem neuen Studiengang?

Das geförderte Projekt trägt den Namen „Transformers for Sustainable Futures“ – und der Name ist Programm. Im Mittelpunkt steht ein Lehrkonzept, das Praxisprojekte nicht als Ergänzung des Studiums begreift, sondern als dessen Ausgangspunkt. Studierende arbeiten von Beginn an mit Unternehmen, Verwaltungen und gesellschaftlichen Akteuren an konkreten regionalen Transformationsaufgaben: der sicheren Versorgung mit Rohstoffen, der Umsetzung der Energiewende und dem Aufbau kreislaufwirtschaftlicher Strukturen.

Das Ziel: wissenschaftliche Methoden unmittelbar in der Praxis anwenden, nachhaltige Lösungen entwickeln – und diese verständlich kommunizieren. Der Studiengang richtet sich an Studierende, die technisch und umweltwissenschaftlich denken, gleichzeitig aber gesellschaftliche Zusammenhänge verstehen und aktiv mitgestalten wollen.

Interdisziplinär und praxisnah

Der Studiengang wird fakultätsübergreifend entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung der Konzeptionsphase übernehmen Prof. Dr. Gari Walkowitz von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Juniorprofessor Dr. Conrad Jackisch von der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau – gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus weiteren Fachrichtungen. Auch Studierende werden von Anfang an in die Entwicklung eingebunden.

Eine zentrale Rolle spielt das neue Zentrum für Transfer und Gründung der TUBAF, das ein Netzwerk aus Praxispartnerinnen und -partnern aufbaut: Unternehmen und Verwaltungen, die reale Fragestellungen in die Lehre einbringen und gemeinsam mit Studierenden Lösungsansätze erarbeiten. Das Projektteam nimmt seine Arbeit im Juli 2026 auf; weitere Informationen zu Studiengang und Bewerbungsmodalitäten werden Ende des Jahres veröffentlicht. Die Förderung läuft bis Juni 2030 und umfasst insgesamt 2 Millionen Euro.

Warum dieser Studiengang jetzt kommt – und warum dieser wichtig ist

Der Bedarf an Fachkräften, die technische, ökologische, wirtschaftliche und kommunikative Kompetenzen verbinden, wächst rasant. Die EU-Klimaziele, der Circular Economy Act, der Aufbau europäischer Lieferketten für kritische Rohstoffe – all diese Prozesse erfordern Menschen, die interdisziplinär denken und Transformationsprozesse strukturiert begleiten können.

Prorektorin Prof. Dr. Swanhild Bernstein bringt es auf den Punkt: Die Herausforderungen einer nachhaltigen Rohstoffversorgung und der Energiewende erforderten das Zusammenwirken verschiedener Partner aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft – und genau das solle der neue Studiengang von Beginn an vermitteln.

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