17. Oktober 2018 – Holger Lieberwirth

Semesterbeginn am IAM

Bei den ersten Vorlesungen im neuen Semester geht es am IAM auch gleich ins Technikum. Gemäß unserem Motto “Hörsaal mit Hörschutz” erleben unsere Studierenden die Maschinen zunächst live im Einsatz. Erst danach beschäftigen wir uns mit Details zu konstruktiver Gestaltung, Auslegung  und verfahrenstechnischen Möglichkeiten.

Die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie z.B. der Firma Köppern ermöglicht es, große Maschinen wie hier eine Walzenpresse unmittelbar im Betrieb zu erleben und sogar in kleinen Gruppen Praktika daran durchzuführen.

Studierende verfolgen im Technikum des IAM gespannt die Bewegungen der Walzenpresse bei der Zerkleinerung von Komplexerzen
Studierende der Vertiefungsrichtung Aufbereitungsmaschinen verfolgen im Rahmen der Auftaktvorlesung gespannt die Bewegungen Bewegungen der Walzenpresse bei der Zerkleinerung von Komplexerzen aus einer nahegelegenen Lagerstätte im Erzgebirge

16. Oktober 2018 – Holger Lieberwirth

Tag 4 der IAM-Exkursion ins Rheinland oder: Was Braunkohlenbriketts und Hörsäle verbindet

…leider war dann am Abend doch keine Zeit mehr für die letzten Blogbeiträge von unserer Exkursion. Und jetzt hat auch noch das neue Semester begonnen!

Tief im Westen …

Vollgetankt mit den Eindrücken der vergangenen Tage machten wir uns am Donnerstag Morgen auf den Weg nach Frechen, in der Nähe von Köln. Als abschließender Programmpunkt unserer Exkursion stand der Besuch der ältesten noch produzierenden Brikettfabrik Deutschlands auf dem Plan. Sie ist einer der drei Veredlungsstandorte der RWE Power AG. Neben den Briketts wird hier auch Braunkohlenstaub für viele Anwendungen erzeugt. Der Dampf des werkseigenen Kraftwerks versorgt die benachbarte Stadt Hürth (ca. 60.000 Einwohner) mit Fernwärme, so dass sich ein Wirkungsgrad von mehr als 80 % ergibt. „Tag 4 der IAM-Exkursion ins Rheinland oder: Was Braunkohlenbriketts und Hörsäle verbindet“ weiterlesen

16. Oktober 2018 – Holger Lieberwirth

Tag 3 der IAM-Exkursion ins Rheinland oder: Der Gärtner im Radlader

Am dritten Tag unserer Exkursion besuchten wir vormittags das Quarzwerk Haltern am See (leider nicht zum Baden!). Dies gehört zur Quarzwerke Gruppe, deren Vorläufer 1884 in Frechen gegründet wurde. Mittlerweile ist das Unternehmen in 37 Ländern vertreten. In Haltern am See werden jährlich ca. 2 Mio. Tonnen Quarzsand mit 2 Saugbaggern gefördert. Der Sand ist besonders rein und daher unter anderem für die Glasproduktion, Gießereien sowie die Bau- und Chemieindustrie geeignet. Teilweise werden sogar Container für den chinesischen Markt gepackt! Abbaugebiet ist mittlerweile Silbersee 3. Täglich werden in Haltern am See allein 1000 Tonnen Sand pro Tag für die Glasindustrie abgeholt. „Tag 3 der IAM-Exkursion ins Rheinland oder: Der Gärtner im Radlader“ weiterlesen

09. Oktober 2018 – Holger Lieberwirth

Tag 2 der Rheinland-Exkursion des IAM oder: Was haben Gipsgestein und Shrimps gemeinsam?

1. Station: Thyssenkrupp Industrial Solutions AG in Beckum

Der zweite Tag unserer Exkursion vom Institut für Aufbereitungsmaschinen startete bei der Thyssenkrupp Industrial Solutions AG in Beckum mit einer kurzen Einführung in den Standort der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Mineral Processing (Rohstoffaufbereitung). Abteilungsleiter Dr.-Ing. Falk Silbermann berichtete uns dabei unter anderem von einem neuen Verfahren, der sog. Torrefizierung, um Biomassen und biogene Abfallstoffe ähnlich wie bei der Kaffeeherstellung so zu rösten, dass daraus in einem energieautarken Prozess Bio-Kohle entsteht. Dabei können unter anderem Holzpellets, Stroh und Produktionsabfälle (z.B. aus der Zuckerherstellung), Grünschnitt oder Biomüll eingesetzt werden.

Bei der Führung durch das Technikum des F&E-Zentrums erfuhren wir, wie neue Rohstoffe für die Zementherstellung im kleinen Maßstab getestet werden, um sicherzustellen, dass die anschließend gebauten Aggregate und Anlagen bei jedem einzelnen Kunden in der Anwendung optimal funktionieren. „Tag 2 der Rheinland-Exkursion des IAM oder: Was haben Gipsgestein und Shrimps gemeinsam?“ weiterlesen

08. Oktober 2018 – Holger Lieberwirth

Tag 1 der Rheinland-Exkursion des IAM oder: Was haben Gummibärchen und Mikrofone für Hard Rock-Sänger gemeinsam?

Beide bedienen sich Drahtgeweben der 1887 gegründeten, mittelständischen Familienunternehmung Haver & Boecker OHG aus Oelde!

Am Montag, den 08.10.2018 besuchten wir, eine Gruppe von Studenten und Mitarbeitern des Instituts für Aufbereitungsmaschinen (IAM) die Drahtweberei – eine der beiden Unternehmensbereiche von Haver & Boecker. Nach der Anreise aus Freiberg wurden wir bei einem gemütlichen Mittagessen vom geschäftsführenden Gesellschafter, Herrn Walter Haver, sowie Herrn Michael Stichling – verantwortlich für den Bereich Industriesiebe – begrüßt.

Einer kurzen Präsentation zur Geschichte des Unternehmens und dem aktuellen Produktportfolio folgte eine interessante Führung durch den Betrieb. Beginnend mit der Anlieferung und Prüfung der Drähte, wurde uns der komplette Produktionsprozess des 3.600 verschiedene Spezifikationen umfassenden Programms von Drahtgeweben gezeigt. „Die Drahtweber“ fertigen Präzisionsgewebe mit Drähten zwischen 15 µm und 6,3 mm Durchmesser am Standort in Oelde. 15 µm – also 0,015 mm – ist viel dünner als ein menschliches Haar, welches einen Durchmesser von 0,04 – 0,1 mm aufweist! Kein Wunder also, dass Herr Stichling nicht gleich den Anfang des Drahtes auf der Rolle fand 😉 „Tag 1 der Rheinland-Exkursion des IAM oder: Was haben Gummibärchen und Mikrofone für Hard Rock-Sänger gemeinsam?“ weiterlesen