25. Dezember 2018 – Holger Lieberwirth Berichte

Dissertation zur Sortierung dunkler thermoplastischer Kunststoffe erfolgreich verteidigt

Kunststoffrecycling immer noch eine Herausforderung

Altautos als Schreddervormaterial bereit für die AufbereitungsmaschineEin weltweit zunehmender Einsatz von Kunststoffen zur Befriedigung des Bedarfs einer wachsenden Weltbevölkerung erfordert bessere Lösungen zur Verwertung von Kunststoffabfällen, um negative Umweltauswirkungen zu vermeiden. Die dabei im Vordergrund stehende bevorzugt stoffliche Verwertung der Abfälle bedingt eine vorherige Sortierung. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts untersuchte Herr Dr. Kruhme deshalb mit noch jungen Sensortechnologien die Sortierung dunkler thermoplastischer Kunststoffe, die nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst ist.

Umfangreiche experimentelle Untersuchungen mittels Mittelinfrarotsensorik (MIR) und laserinduzierter Fluoreszenz (LIF)

Am Beispiel der Sortierung von End-of-Life-Produkten (Kunststofffraktion aus einer E-Schrott-Aufbereitungsanlage) zeigt Herr Dr. Kruhme, dass die üblichen an Massenanteilen im Stoffstrom orientierten Verfahren zur Festlegung der Sortierreihenfolge schlechtere Sortierergebnisse liefern, als Verfahren, welche sich bei der Sortierreihenfolge am Ausbringen bestimmter Kunststoffarten orientieren. Entsprechend schlägt er für das von ihm untersuchte Stoffgemisch aus ABS, PS, PP und PC-ABS eine optimierte Sortierreihenfolge vor.

Auch die Nachverteidigung erfolgreich bestanden

Der Doktorvater, Prof. Lieberwirth, setzt dem frisch promovierten Herrn Kruhme als Doktorhut einen schwarz lackierten Schutzhelm auf, auf dem das animierte Modell einer Sortieranlage montiert ist
Auch die Nachverteidung am Abend bestand Herr Dr. Kruhme nach mehrheitlicher Einschätzung der anwesenden erfolgreich, sodass ihm der auch der zünftige Doktorhut übergeben werden konnte

Nachdem Herr Dr. Kruhme sich bereits in der öffentlichen Verteidigung seiner Dissertation sehr erfolgreich geschlagen hatte, stand am Abend im Kreis seiner Familie, von Freunden und ehemaligen Kollegen die obligatorische Nachverteidigung an. Auch hier konnte er alle oft nicht ganz so ernsten Fragen zur Zufriedenheit aller Anwesenden beantworten, sodass ihm schließlich der Doktorhut aufgesetzt wurde. Dieser war von Werkstattmitarbeitern wieder mit viel Liebe zum Detail hergestellt und mit einer (fast) funktionsfähigen Kunststoffsortieranlage versehen worden.

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