13. November 2018 – Holger Lieberwirth Berichte, Veranstaltungen

Kolloquium zu Gutbettwalzenmühlen am IAM (Bericht Dr. Hesse)

Tag 1: Grundlagen der Gutbettzerkleinerung

Das Deutsch-Russische Rohstoffforum begann in diesem Jahr eher und startete in Freiberg. Als Auftakt gab es ein Vorkolloquium zur Gutbettzerkleinerung. Das Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM) lud dazu  interessierte Teilnehmer des Deutsch-Russischen Rohstoffforums ein.

Das Bild zeigt Prof. Unland beim Vortrag zu Grundlagen der Gutbettzerkleinerung sowie weitere Teilnehmer, die seinen Ausführungen aufmerksam folgen
Prof. Unland erläutert den Teilnehmern am Vorkolloquium des Deutsch-Russischen Rohstoffforums, wie an einer Stempelpresse Asslegungsdaten für die Gutbettzerkleinerung gewonnen werden (Foto: M. Hesse)

Mit etwa 50 angemeldeten Teilnehmern startet das Vorkolloquium mit einem Überblick über die Grundlagen zur Zerkleinerung im Gutbett, zur Auslegung und konstruktiven Gestaltung von Gutbettwalzenmühlen und verfahrenstechnischen Verschaltung in Aufbereitungsanlagen.

Zum Abschluss gab es eine exklusive Abendführung durch die Terra Mineralia, eine der bestsortierten Mineraliensammlungen Deutschlands.

Tag 2: Praktische Versuche an 4000-kN- Stempelpresse, CPA und Walzenmühle

Der zweite Tag des Vorkolloquiums stand ganz im Zeichen der praktischer Untersuchungen von Aufbereitungsprozessen. In den Technikumshallen des IAM konnten die Teilnehmer die Gutbettzerkleinerung live erleben. Dazu gab es erst eine Vorführung am Druckversuchsstand (4000-kN-Stempelpresse), in dem eine nur wenige Kilogramm umfassende, repräsentative Probe einer Gutbettbeanspruchung ausgesetzt wurde.

Das Bild zeigt Teilnehmer einer Gruppe vor der Stempelpresse, die den Ausführungen von Frau Kühne lauschen

Diese wurde mit Proben verglichen, die mit anderen Drücken beansprucht wurden bzw.  aus anderen Materialien bestanden, um die Unterschiede in der Zerkleinerungs- und Agglomerationswirkung zu zeigen. Anschließend konnten die Teilnehmer an einer realen Gutbettwalzenmühle die Gutbett-zerkleinerung einer ca. 250 kg schweren Probe bei gleichem Druck wie im Druckversuchsstand live mitverfolgen.

Das Bild zeigt Teilnehmer einer Gruppe von oben, um das CPA-Gerät gruppiert, die den AUsführungen von Frau Kühne lauschen
Die Teilnehmers des Vorkolloquiums bestaunen das CPA Gerät, welches mit 16.000 Sehnen pro Sekunde Partikelform und-größe während des Vorbeiflugs an der Zeilenkamera erfasst und so viel schneller ist als jedes Sieb (Foto: M. Hesse)

Ergänzende Analysen wie zum Beispiel automatisierte Erfassung der erzeugten Partikelgrößenverteilung mittels computergestützem Partikel-analysegerät (CPA, Fa. Haver & Boecker) rundeten das Programm ab. Um das Gedränge bei den Vorführungen zu vermeiden, wurden mehrere Gruppen gebildet, so dass die Teilnehmer die Untersuchungen aus nächster Nähe verfolgen und viele Fragen stellen konnten.

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