GRAFA

Blog der Graduierten- und Forschungsakademie

14. November 2019 – Corina Dunger

27. Kr├╝ger-Kolloquium

ÔÇ×Hurra, wir sind Welterbe.ÔÇť So ist es ├╝berall in der Stadt zu lesen. Um das mit Leben f├╝llen zu k├Ânnen, ist am 27. November 2019 Gerhard Lenz, Gesch├Ąftsf├╝hrer des UNESCO-Weltkulturerbes Bergwerk Rammelsberg in Goslar, Gast des 27. Kr├╝ger-Kolloquiums. Er wird ab 18:00 Uhr im Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg von den Harzer Erfahrungen sprechen, wie dieser Titel f├╝r die Weiterentwicklung der Region genutzt werden kann.

Am 6. Juli 2019 ernannte das UNESCO-Welterbekomitee die Montanregion Erzgebirge/ Kru┼ínoho┼Ö├ş zum Welterbe. Die Montanregion repr├Ąsentiert eine zusammenh├Ąngende Bergbaulandschaft. Mit den gut erhaltenen ├╝ber- wie untert├Ągigen Bergwerken, technologischen Ensembles, anspruchsvollen Wasserwirtschaftssystemen und Landschaftsmerkmalen ist sie ein Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und eine einzigartige montane Kulturlandschaft.

Bereits vor ├╝ber 25 Jahren, im Jahr 1992, wurden die Altstadt von Goslar und das Erzbergwerk Rammelsberg zum Welterbe der UNESCO ernannt. 2010 erfolgte die Erweiterung um die Oberharzer Wasserwirtschaft. Das kulturelle Erbe umfasst ├╝ber 800 Monumente, die ├╝ber eine Fl├Ąche von 200 km2 verstreut sind und unter Schutz gestellt wurden.

Mit Gerhard Lenz konnte der Gesch├Ąftsf├╝hrer des UNESCO-Weltkulturerbes Bergwerk Rammelsberg in Goslar und Direktor der Stiftung Welterbe im Harz f├╝r einen Vortrag im Rahmen des Kr├╝gerkolloquiums gewonnen werden. Dieses Welterbe stellt aufgrund seiner Vielgestaltigkeit, seines langen Zeithorizonts und seiner wegen der breiten Streuung der einzelnen Objekte scheinbaren┬á┬á ÔÇ×UnsichtbarkeitÔÇť besondere Herausforderungen an Fragen der Vermittlung und Akzeptanz in der Bev├Âlkerung. Herr Lenz wird von den Erfahrungen und Erfolgen sowie dem Mehrwert f├╝r die Harzer Region berichten, eine besondere Gelegenheit f├╝r alle Akteure der Montanregion Erzgebirge/ Kru┼ínoho┼Ö├ş, sich Anregungen zu holen, von den Erfahrungen zu lernen sowie sich zu neuen Ideen inspirieren zu lassen, damit auch unser Welterbetitel in 25 Jahren eine Erfolgsgeschichte f├╝r die Region sein wird.

Gerhard Lenz ist Geschichtswissenschaftler, Soziologe und Ausstellungsmacher. Bevor er nach Goslar kam, war er ├╝ber viele Jahre Abteilungsleiter bei der Stiftung Bauhaus Dessau (Sachsen-Anhalt), Direktor des Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum in Borken (Hessen) und stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Museumsverbandes. Er konzipierte zahlreiche Ausstellungen und verfasste Publikationen zur Umweltgeschichte und Industriekultur des 19. und 20. Jahrhunderts.