GRAFA

Blog der Graduierten- und Forschungsakademie

09. Januar 2019 – Corina Dunger

25. Krüger-Kolloquium

Shi Mingde, Chinesischer Botschafter in Deutschland

Die neue Rolle Chinas als Klimaschützer ist noch nicht so geläufig. Und dennoch tut sich diesbezüglich viel im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Chinas Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, wird am 16. Januar 2019 ab 18:00 Uhr in der Alten Mensa Einblicke dazu geben, wie sich das Land im Bereich des Umweltschutzes wandelt.

 China hat knapp 1,4 Mrd. Einwohner. Das bevölkerungsreichste Land der Erde ist heute für etwa ein Drittel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Kein Land der Welt stößt mehr CO2 aus. Ursachen dafür sind u.a. in den zahlreichen Kohlekraft- und Stahlwerken sowie im wachsenden privaten Autoverkehr zu suchen.

Bereits seit längerem hat ein Umdenken eingesetzt, da das Land bereits gravierende Umweltprobleme zu spüren bekommt. Spätestens seit der Weltklimakonferenz in Paris Ende 2015 ist das für die Weltöffentlichkeit sichtbar. China spielt seitdem eine entscheidende Rolle bei den Klimaverhandlungen.

Das Land setzt sich inzwischen mit hohen Ambitionen für den Klimaschutz ein, es hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß innerhalb von 10 Jahren um 40 Prozent zu senken.

Erreicht werden soll das durch eine Reihe von Maßnahmen. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien ist China schon heute führend, kein Land investiert mehr in Windenergie und Photovoltaik als China. Kraftwerke mit hoher Emission werden geschlossen oder mit Filteranlagen ausgerüstet, der CO2-Emissionshandel eingeführt.

Und doch: Alles ist nur ein Anfang. Es gibt noch viel zu tun. Der chinesische Botschafter Shi Mingde gibt einen spannenden Einblick in das brisante Thema.

Shi Mingde, geboren in Shanghai, hat von 1972 – 1975 in der ehemaligen DDR studiert. Unmittelbar nach dem Studium begann er in verschiedenen Positionen im diplomatischen Dienst seines Heimatlandes zu arbeiten, zunächst in der DDR, später dann in der Bundesrepublik Deutschland. Von 2010 bis 2012 war er chinesischer Botschafter in Wien. Seit 2012 ist er als Botschafter in Berlin tätig.

20. September 2018 – Corina Dunger

Sustainable Materials for Future Mobility, 23-24 October 2018, Darmstadt

The Expert Forum on Sustainable Materials for Future Mobility will take place 23-24 October 2018 in Darmstadt. The goal of the event is to trigger cross-value chain interaction and the formation of consortia that drive innovation through specific projects.

The event will be kicked-off  through presentations on market demands and funding opportunities, including the EIT RawMaterials Lighthouse Programme with dedicated resources available.

Day 1. The event is part of the European Battery Alliance initiative. There will be keynote presentations on Battery Raw Materials, Advanced Materials and Cells, and Sustainable Batteries. In breakout sessions, we will discuss how we can join forces and develop specific project ideas particularly when it comes to Cross Value Chain Alliances, Demonstration Projects for Raw Materials Extraction and Processing, Advanced Battery Materials and Cells, as well as Ecolabel and Sustainable Sourcing.

Day 2. Magnets & E-Drives: We will look into the Rare Earth value chain and electric drives. There will be keynotes on Rare Earth SourcingHigh Performance Permanent Magnets, as well as E-drives and Magnetic Cooling. This will be followed by dedicated breakout sessions.

Sign up for this event here until 30 September. Attached you will find the agenda.

For more information please visit the event site or contact:

Dr Julien Frey, Business Development Manager, EIT RawMaterials Innovation Hub CLC Central, tel: +33 649 53 77 74
Dr Roland Gauss, Senior Advisor Substitution and Recycling, EIT RawMaterials, tel: +49 162 431 73 84

29. Mai 2018 – Corina Dunger

24. Krüger-Kolloquium und Eröffnungsvortrag 69. BHT – Freiberger Universitätsforum

Kreislaufwirtschaft – ein alter Hut? Dass dem nicht so ist, zeigt Dr. Hugo-Maria Schally im 24. Krügerkolloquium am 06. Juni 2018 in der Alten Mensa auf. Ab 18:00 Uhr stellt er den von der Europäischen Kommission vorgelegten Aktionsplan für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vor. Das Krüger-Kolloquium ist gleichzeitig der Eröffnungsvortrag des 69. BHT – Freiberger Universitätsforum.

 Die Kreislaufwirtschaft bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten für die europäische Industrie und für die gesamte Gesellschaft. Nicht nur bietet sie Unternehmen die Gelegenheit, sich als Marktpionier zu betätigen und die erforderlichen Veränderungen zu antizipieren, sondern kann gleichzeitig dazu beitragen die notwendigen Veränderungen im Verbraucherverhalten herbeizuführen.

Ende 2015 hat die Europäische Kommission einen umfassenden –  in seiner Bedeutung von der Öffentlichkeit bisher nahezu unbemerkten – Aktionsplan für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorgelegt, welcher alle Phasen des wirtschaftlichen Kreislaufes abdeckt – vom Rohmaterial bis zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen aus den Primärprodukten. Der Prozess der Erarbeitung und Umsetzung des Aktionsplans hat das Konzept des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft zum festen Bestandteil der allgemeinen wirtschaftlichen Strategie der Europäischen Union gemacht. Der Aktionsplan umfasst 54 Maßnahmen, die die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion und dem Verbrauch bis zur Entsorgung – betreffen, welche die Europäische Kommission seit 2015 umsetzt.

Auch das 69. BHT – Freiberger Universitätsforum widmet sich diesem Thema. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und eine prognostizierte Bevölkerung von 10 Milliarden Menschen auf unserem Planeten erfordern ein Umdenken auf allen Wertschöpfungsstufen. Von ihrer Gewinnung, über die Verarbeitung und Gestaltung der Produkte bis hin zu Recycling, Umnutzung bzw. Wiederverwertung ist das Ziel der umweltfreundliche und sparsame Umgang mit Rohstoffen. Diesem Zweck folgt die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Werkstoffe, neuer Technologien und effizienter Recyclingverfahren zur Ausgestaltung einer kreislauforientierten Wirtschaftsweise und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa.

Dr. Hugo-Maria Schally studierte Jura an der Universität Graz, Österreich. Danach absolvierte er ein Aufbaustudium auf dem Gebiet Internationale Beziehungen an der Wiener Diplomatischen Akademie. Nach seiner Tätigkeit für das UNDP (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen) in Burkina Faso, das österreichische Außenministerium und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien, trat er 1998 Europäischen Kommission bei und war Referatsleiter in den Generaldirektionen „Außenbeziehungen“ und „Entwicklung“. Derzeit ist er Referatsleiter in der Generaldirektion „Umwelt“ der Europäischen Kommission und leitet dort die Abteilung „Nachhaltige Produktion, Produkte und Konsum“. Schally ist verantwortlich für die Koordinierung der Folgemaßnahmen zu dem neuen EU-Paket „Kreislaufwirtschaft“ sowie der Entwicklung und Umsetzung einer Reihe von EU-Politiken und -Instrumenten zur Unterstützung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft

07. Mai 2018 – Corina Dunger

23. Krüger-Kolloquium

23. Krüger-Kolloquium am 16.05.2018, 18:00 Uhr

Senatssaal, Akademiestraße 6, Freiberg

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Prof. Edgar Hertwich,
Yale University in New Haven, USA, Professor für Industrielle Ökologie

zum Thema:
Auf den CO2-Spuren des Welthandels

Fossile Energie ermöglicht den Transport von Gütern über lange Distanzen und damit auch die globale Arbeitsteilung, die unsere Wirtschaft prägt. Der Standort energieintensiver Produktionsprozesse bestimmt maßgeblich die CO2-Bilanz der produzierten Güter. Der Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft und seine Rolle als Werkbank der Güterproduktion erklärt einen großen Teil der dramatischen Veränderungen unserer Wirtschaft und auch den raschen Anstieg der CO2-Emissionen in den letzten 20 Jahren. Nachdem Güterproduktion höhere Emissionen verursacht als Dienstleistungen, prägt die wachsende globale Arbeitsteilung auch die Klimapolitik.

Edgar Hertwich ist ein Pionier der Anwendung von globalen Input-Output-Modellen zur Quantifizierung der CO2-Bilanz von Ländern, Haushalten und Betrieben. In diesem Kolloquium geht er auf die Entwicklung der Emissionen, die zur Herstellung international gehandelter Güter notwendig sind, ein. Er zeigt auf, daß ein wachsender Teil der Wertschöpfung von Importen abhängig ist und die Ausformung der Klimapolitik für die WHO relevante Auswirkungen auf die globale Arbeitsteilung haben kann.

Edgar Hertwich ist Professor für Industrielle Ökologie an der Yale University in New Haven, Connecticut. Er lehrte zuvor an der Norwegischen Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität in Trondheim und war Forscher am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Wien. Er war ein Autor des Energiekapitels im letzten Weltklimabericht und leitet zurzeit eine Studie, welche im Auftrag der G7 den Beitrag der Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz untersucht.

07. März 2018 – Thomas Hanauer

LiT.Mittagsrunde Lehrpraxis+ -Austausch zur Betreuung von Referaten in Seminaren und Übungen-

Sie sind mit der Qualität der Referate Ihrer Studierenden nicht zufrieden? Sie wüssten gern, wie andere Lehrende mit der Thematik umgehen und welche Anforderungen sie an die Referate ihrer Studierenden setzen?

In der Mittagsrunde Lehrpraxis+ bekommen Sie als Lehrende*r der Bergakademie die Möglichkeit sich informell und bei einem Tässchen Suppe über Ihre Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu brainstormen oder vielleicht ein gemeinsames Bewertungsschema für Referate zu entwickeln.

In diesem Auftakttreffen geht es um ein erstes Kennenlernen und einen Erfahrungsaustausch zum Thema Referate. Begleitet wird die Mittagsrunde vom Team des Lehrpraxis im Transfer Projektes+.

Anmeldung unter: http://tu-freiberg.de/grafa/mittagsrunde-lehrpraxis

Kontakt: Theresa Wand Tel. -3027 oder Mirjam Janowitz Tel. -3366

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